Fashion is everywhere

Fashion Puppe

Sponsored Shit und meine 50 Cent zu diesem Thema

Immer häufiger wird es diskutiert, ich erwähne das Thema in meinen Vorträgen,  Magazine, Anwälte und Blogger quasseln sich die Münder trocken oder tippen sich zu dem Thema die Finger wund: Sponsored Postings, Schenkungen und bezahlte Meinung. Ich bin Hauptberuflich Blogger, heißt also, ich verdiene mit dem Schreiben im Internet mein Geld. Ich schreibe für einige Blogs Artikel, die ich bezahlt bekomme. Ich bin also, wie ein Redakteur bei einer Zeitung, einem Magazin, bei Onlineformaten im Redaktionsteam und schreibe dort. Ich liebe meinen Job! Und liebe fashionpuppe.com! Ich hülle mich in Showrooms gerne in die edelsten Stoffe, liebe das Gefühl, wenn ich neue Klamotten kaufe und umgebe mich einfach gerne mit interessanten Designs. Ich bin Modebloggerin und stehe auch dazu!

Aber mich ärgert diese Diskussion um sponsored Postings und Schenkungen und Misstrauen.

Keine neue Sache, Redakteure kennen das schon lange und Magazine erst recht: Unternehmen schicken Produkte, Kleidung und Pressemitteilungen zu, damit diese im Magazin erwähnt, beworben, beschrieben und gefeatured werden. Produkt- und Testmuster, Kleider, Schuhe, Accessoires werden für Shootings und Stylings angefragt, für Produktempfehlungen rausgeschickt und von Redakteuren in den Magazinen schon Wochen vor Erscheinen im Handel getestet. Das ist nicht neu, das war schon immer so.

Relativ neu hingegen ist, dass auch Blogger in den Genuss dieser Vorabaussendungen, Produktmuster und Werbeaussendungen kommen. Ich zum Beispiel stehe bei vielen Agennturen, Unternehmen und Labels auf den Presseverteilern, bekomme via Mail oder per Post Presseinformationen zu Haarshampoo, Parfüm oder Kleidung, die erst in einigen Wochen in die Stores kommt. Sollte mich das interessieren und wenn ich der Meinung bin, euch Leser könnte das interessieren, berichte ich darüber. Dafür werde ich nicht bezahlt, sondern das sind News, die ich entweder verarbeite oder auch eben nicht.

Das gleiche gilt für Produktmuster oder Kleidung und anderes, das man mir zuschicken möchte, damit ich es teste, anprobiere, damit ein Shooting mache oder euch Lesern empfehle. Ich kriege viele Anfragen, aber nicht alles passt zu mir und nicht alles hat einen Mehrwert für euch Leser. Nicht alles passt hier auf fashionpuppe, manches verwende ich für die anderen Blogs.

Was in den USA und anderen internationalen Blogs kein Ding ist, wird in Deutschland immer wieder neu thematisiert und von Lesern kritisiert: Das Präsentieren von geschenkten und gesponserten Produkten in Outfitpostings oder Blogartikeln. Während zum Beispiel 70% eines Outfits von Chaira Feragni gesponsert und nicht gekennzeichnet sind, fügen Blogger in Deutschland 5 Zeilen Hinweise unter dem Artikel hinzu, dass auf jeden Fall die eigene Meinung in dem Artikel präsent ist und die Kosmetik, die Kleidung oder sonstige Produkte bedingungslos von Unternehmen, Label oder Agentur zur Verfügung gestellt wurde. Nicht nur bei mir, sondern bei vielen Bloggern wird gefragt, was denn jetzt in dem Outfit geschenkt und was selbst gekauft wurde. Macht es einen großen Unterschied, sollte ich mal ein komplettes Outfit tragen, wovon ich nichts selbst bezahlt habe? Fragt ihr auch bei der COUCH, VOGUE, GLAMOUR oder FLAIR nach, ob die Kleider aus den Fotoshootings, der Schmuck aus der herrlich dekorierten Accessoirestrecke oder die Produkte aus der Weihnachtsempfehlungsliste gekauft worden sind? Magazine werden dafür bezahlt, dass sie bestimmte Produkte featuren. Magazine finanzieren sich durch die dort gebuchte Werbung. Filme finanzieren sich dadurch, dass Autohersteller ihre tollsten Wagen von den Protagonisten zu Schrott fahren lassen, Uhren werden platziert, Kleider werden extra designed und Nagellack-Unternehmen bringen eigens kreierte Kollektionen zum Film heraus. Wer zum Beispiel alles Geld in den neusten Bond Movie gesteckt hat, könnt ihr hier nachlesen.

Und nun tauchen immer mehr Kommentare unter Beiträgen bei Bloggern auf, mit der Frage: “Hast du das wirklich selbst gekauft, oder ist es zugeschickt?”

Warum ist das so? Habt ihr Leser zu deutschen Bloggern weniger Vertrauen, als zu international bekannten Bloggern? Macht es einen Unterschied, ob die Beautybloggerin das Makeup, was sie für das Styling nutzte, um Lesern zu zeigen, welche tollen Looks man damit schminken kann, selbst kaufte oder gratis zur Verfügung bekam? Was macht es für einen Unterschied, ob ein Bekleidungsunternehmen mir einen Mantel schenkt, weil ich über die neue Kollektion schrieb und auch an euch ein Kleid daraus verlost habe?

Was würde es ändern, wenn ich mich nur noch ausstatten lasse, wie es viele Promis tun? Ach, ich würde meinen eigenen Stil zuallererst verlieren. Und genau das ist der Grund, warum ich das nicht mache.

Warum sollte ich ein Produkt mit Lobeshymnen beweihräuchern, wenn ich es total mistig finde? Nur weil ich es gratis zugeschickt bekomme? Echt nicht. Das ist Unfug, das bringt mir nichts, euch nichts und lügen mag ich ebenfalls nicht. Es kostet auch zuviel Anstrengung. Schon mal einen Aufsatz zu einem Thema geschrieben, das euch nicht interessiert?? Eben! Und ehrlich gesagt, bin ich teilweise auch immer wieder schockiert, was so manch ein Blogger für Kooperationen eingeht, die ich zB. abgelehnt habe. Sollte aber ein Produkt zu mir passen – why not? Ich stöbere viel – oft auch beruflich- im Internet, bestelle viel aus dem Ausland, großen und kleinen Onlineshops und entdecke einiges, was ich auch gerne mit euch teilen will und eben dann darüber schreibe.

Mit den Damen von this is Jane Wayne habe ich am Wochenende ein langes Gespräch über dieses Thema geführt und mich an ihren Beitrag dazu erinnert. Warum wird hinterfragt, ob ich ein Produkt wirklich gekauft habe oder geschenkt bekam? Ich kaufte mir zum Beispiel diese Handyhülle, weil ich sie in einem Artikel in einer Zeitschrift entdeckte. Ich schrieb einen Artikel drüber, weil ich sie toll finde. Der Hersteller fand den Artikel zufällig, weil sie diesen Blog lesen und haben meinen Beitrag auf ihrer Facebookseite gepostet. Das Unternehmen hat sich über eine Erwähnung gefreut und diese mit den Facebookfans geteilt. Selbiges mache ich, wenn irgendwo ein Bericht über mich auftaucht. Und ich bezahle niemanden, dass er/sie über mich schreibt. Mittlerweile blogge ich seit fast 5 Jahren und einige von euch kennen mich auch schon so lange! Und ihr müsst wissen, dass ich mich nicht verkaufe. Und meine Meinung erst recht nicht.

In Deutschland ist es Pflicht, dass werbliche Artikel, also Beiträge wofür es eine Bezahlung gibt, gekennzeichnet werden. Das hat Sue in ihrem Beitrag hier schon sehr gut erklärt und auch zu den passenden Artikeln verlinkt. Und darauf wollte ich jetzt auch hinaus. Ihr sollt hier nicht hinters Licht geführt werden, es ist nur fair, wenn ihr es wisst, ob hier etwas veröffentlicht wird, was einen werblichen Hitnergrund hat. Das wird in Magazinen auch so gemacht. Achtet mal drauf, einige Seiten haben ein kleines “Advertorial” am Rande stehen. Solche Postings werdet ihr auf fashionpuppe mit dem Hinweis “sponsored” finden. Sollte ich Kleider, Produkte in Outfitpostings featuren, die ich zugeschickt bekam, findet ihr in der Produktauflistung unterhalb der Bilder ein “c/o“, was für das englische “courtesy of” steht, was soviel heißt, wie “gesponsert von”.

Ich finde, das ist fair, das ist kurz und bündig und dann kann man sich auch wieder auf das Wesentliche konzentrieren: Der Spaß an Mode, die Neugierde und all den (Un-)Sinn, den es im Internet zu entdecken gibt!!

71 Comments

  • Judy Sway says:

    Diese Disskusionen sind ausgelutscht, doch ich denke, dass immer mehr Blogger sich in sofern kaufen lassen, dass es nurnoch um viele neue Dinge geht, egal wie viel Werbung man dafür posten muss.
    Die eigene Meinung und der eigentliche Stil sollte einfach erhalten bleiben und das ist nicht ganz leicht..

    Außerdem spielt (wie bei allen Blog-Autoren) der Neid einiger Leute eine große Rolle!

  • Bin da sehr deiner Meinung. Ob ein Produkt gut oder schlecht ist, entscheide ich immer noch selbst. Egal ob es mir geschenkt wurde oder ich es gekauft habe. Die Qualität des Produktes entscheidet und nicht wie ich es erworben habe.

  • Van Anh says:

    ein sehr gelungener Artikel! 🙂 ich kann dir nur zustimmen.
    Anscheinend geht Chiara auch nur zu Events, wenn sie dafuer bezahlt wird.
    Aber leider gibt es auch ein paar Blogger, die wirklich alles nehmen, einfach aus dem Befriedigungsgefuehl, “etwas erreicht zu haben” und in der Hoffnung noch mehr “Goodies” zu erhalten. Aber eigentlicn erkennt man das meistens sofort.

  • Sajade says:

    Sehr gut geschrieben. Ich sehe das vollkommen genauso wie du. Ich finde es unheimlich schockierend wie groß der Unterschied zwischen den USA und Deutschland ist.

  • Antonia says:

    Ganz meine Meinung! Eine Kennzeichnung – egal wie – und wie klein – finde ich einfach wichtig. Je transparenter etwas ist, umso authentischer kommt das ganze rüber. Dann sind auch alle gesponsorten Sachen für mich in Ordnung 🙂 Guter Artikel.

  • fritzi says:

    frage mich, ob zum beispiel schulkameraden sich dafür interessieren, ob die mutti von lisa die klamotten gekauft hat, oder lisa selbst.
    entweder man mag einen blogger und liest den blog deswegen, oder eben nicht. wer sich von geschenkten produkten verblenden lässt, ist selber schuld.
    klar, man ist irgendwo neidisch, wenn blogger xy arschteure sachen geschenkt bekommt, aber im endeffekt ist es völlig egal!!!!

  • Ach ja das leidige Thema “sponsored Post”. Es gibt bei mir nur eine goldene Regel. Ich verkaufe mich und meine Meinung nicht. Was ich zugesendet bekomme und worüber ich schreibe, geschieht nur mit ehrlichen und authentischen Texten. Wenn ich etwas schlecht finde, sage ich das auch. Du führst einen Modeblog, da gibt es sicherlich genügend Anfragen und Zusendungen. Solange du dich mit deinen sponsored Posts identifizieren kannst und dabei ehrlich bleibst, gibt es da auch nix zu hinterfragen.

    Ist doch eigentlich latte, woher du deine Sachen bekommst und ob du dafür Geld ausgegeben hast.

  • Bea says:

    Ich finde du hast mit vielem recht, jeder Blogger sollte es handhaben wie er möchte ohne sich zu rechtfertigen.
    Mich stört ein anderer Punkt hier. Du schreibst: ” Ich kriege viele Anfragen, aber nicht alles passt zu mir und nicht alles hat einen Mehrwert für euch Leser.”
    Vor einiger Zeit hast du noch sehr “günstiges” getragen. Nun sind es viele “teure” Sachen – es interessiert mich irgendwie schon, trotzdem empfinde ich es als zu unpassend, als zu viel, es kam zu schnell. Durch deine Umzüge bist du, in meiner subjektiven Wahrnehmung, wie ich deinen Blog lese, ich habe dich noch nie persönlich getroffen (wohne aber auch in Hintertupingen und geh nicht zu so Treffen, lese nur davon), irgendwie ein wenig abgehoben.
    Klar verdient man mit zunehmendem Alter mehr Geld und leistet sich auch mehr, doch viele deiner Leser sind in den bodenständigen Kreisen geblieben und kamen nicht mit … Es kamen bestimmt auch neue hinzu, von daher läuft es für dich sicherlich immernoch gut, doch ich denke viele alte hast du bestimmt auch damit verloren.
    Mir fehlt das Mädchen von nebenan 🙁

    • anna frOst says:

      hi Bea!

      wie du schon sagst: mit der zeit verdient man mehr geld und kann sich teurere Dinge leisten. Meistens spare ich auch länger für ein Objekt und bin dann natürlich stolz drauf und es wird zum Lieblingsstück. Ich kaufe noch immer bei Zara und h&m ein, auch wenn ich mit der Designertasche umherrenne. Stil verändert sich, Menschen verändern sich. Ich verstelle mich nicht und entwickle mich irgendwie auch weiter und das sieht man eben auch.Eine ziemlich lange zeit gab es hier keine Outfitpostings, demnach habe ich hier auch nicht all den Kram gezeigt, den ich mir kaufte. Außerdem muss es ja nicht immer “neu” sein, ich stöbere unheimlich viel auf eBay und in Second Hand Stores.

      • Was hat das überhaupt wen zu jucken ob man sich jeden Tag Neues kauft oder nicht!? Das regt mich irgendwie voll auf! Wieso, wenn dus dir erarbeitet hast oder so gut schreibst, oder lange und gut genug bloggst, dass dir die Unternehmen alles mögliche sponsern, musst du dich bitte dafür rechtfertigen es zu tragen und es herzuzeigen?! Das find ich echt heuchlerisch wenn jemand sagt er oder sie würde das nicht machen. Denn du hast es dir ja auch verdient. Und außerdem ist es subjektiv was “teuer” ist und was “günstig”. Solange man sich dabei treu und bei seiner ehrlichen Meinung bleibt (man kann ja gewisse Dinge auch diplomatischer ausdrücken, wenn man etwas nicht ganz so toll findet und trotzdem sagen was man wirklich davon hält) Nur weil man Goodies bekommt, muss man ja nicht gleich zum selbst ernannten PR-Agenten des jeweiligen Unternehmens werden. Ich denke ein Mittelweg ist hier gut. Entscheiden muss das sowieso jeder selbst. Ich mag es nur nicht, wenn Leute einen deshalb verurteilen oder kritisieren. Blöd finde ich nur, wenn jemand nur wegen eines Geschenks, in den höchsten Tönen von einer Marke schwärmt, obwohl er in Wirklichkeit ganz anders denkt. Aber jemanden dafür zu verurteilen, dass er oder sie “teurere” Sachen trägt als früher mal, find ich echt arg.

        In diesem Sinne liebe Grüße,
        Lisa

  • Martin says:

    Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Ich kennzeichne auch alles mit einem Kürzel.

  • Nadine says:

    Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Ich sehe gerade Martin hat das gleiche geschrieben 😀
    Diese ganzen Beiträge zu dem Thema sind einfach überflüssig. Bei einer VOgue, Elle, Grazia oder auch sonst irgendeiner Zeitung interessieren sich die Leser reichlich wenig dafür, ob es gesponsert worden ist oder eben nicht. Und bei den Bloggern wird ein riesen Aufriss um dieses Thema betrieben. Markierung hin oder her – bleibt doch jedem selbst überlassen. Den Artikel von Sue finde ich auch klasse. Ihr habt einfach beide die Thematik perfekt in Worte gefasst. Das sich die Mode mit der Zeit ändert und man sich auch teurere Kleidung leisten kann oder auch eben mal gönnt ist doch vollkommen normal. Deine Basics von Zara und Co. sind doch geblieben. Die Diskussionen und Abschweifungen finde ich überflüssig.
    Daumen hoch Anna Frost! 🙂

  • Susanna says:

    Ich finde es etwas schade immer nur das “das-ist-in-Amerika-doch-auch-schon-lange-so-Argument” heranzuziehen. Sicher hat man damit fast immer recht, aber eine Rechtfertigung ist das doch noch lange nicht. Ich finde es sehr gut, dass wir mit dem Thema Werbung und Blogs in Deutschland kritischer umgehen als die Amerikaner auch wenn das an vielen Stellen übertrieben wird, da gebe ich dir recht. Das hat zu einem großen Teil sicherlich auch mit Neid zu tun.

    Ich glaube aber grundsätzlich ist das eine Frage des Blickwinkels. Ich setze Blogs gar nicht mit den Magazinen gleich. Ich konsumiere Blogs auch anders als Magazine. Ein Blog hat für mich eine viel persönlichere Note. Ich lese Blogs, um mich dabei auch Augenhöhe zu fühlen. So als würde ich mich mit mit”Freunden” über Mode und Lifestyle austauschen. Das Beschenken und Refinanzieren erwarte ich bei einem Blog einfach nicht in dem Maße wie bei einem Magazin, weil es nichts alltägliches ist. Nichts zu dem ich als Leser genauso oder zumindest annähernd Zugang habe wie du als Blogger auch. Aber ich kann verstehen, dass die Entwicklung in diese Richtung geht, sodass sich Berufsblogger wie du natürlich auch von ihrem Bloggersein “ernähren” können. In sich ist das Ganze also schon logisch, da hast recht.

    Ich lese seit Jahren deutsche (und immer weniger amerikanische) Blogs und weiß die persönliche Note eines jeden Posts zu schätzen. Aber wenn der Trend weiter in die Richtung geht, das Blogs von ihren Strukturen wie Magazine werden, jeder dritte Post sich nur noch einer Preview eines super tollen Shootings, das aber noch streng geheim ist, widmet, Tage später auf sämtlichen Blog die selben lieblosen Ankündigungen einer neuen Kollektion mit vorgegebenen Pressebildern erscheinen, die Stile immer stereotyper werden, dann werde ich meinen Blogkonsum sicher einschränken bzw. habe es eigentlich schon längst getan. Schade drum.

    • Nessy says:

      ich sehe das ähnlich wie Susanna. Das Argument “In Amerika” ist für mich absolut nebensächlich. In Amerika ist alles ein wenig anders, das heißt nicht, dass das unbedingt besser sein muss, nur weil es Amerika ist. Vielleicht haben die Leute dort einfach ein ganz anderes Konsumverhalten und es interessiert sie nicht, inwiefern die Blogger beeinflusst werden. Ich finde eine Kennzeichnung wichtig, finde manche Hysterie allerdings auch übertrieben. Klar, so viel neues kann kaum einer vorstellen, ohne auch etwas gesponsert zu bekommen. Und dass man irgendwann davon leben kann, finde ich auch toll!
      Außerdem stelle ich auch keine Blogs mit Magazinen gleich. Wenn ich zB die Glamour lese und dort grade DAS ultimative Make Up empfohlen wird, dann google ich erst nach einer Review, weil ich genau weiß, dass die Magazine es zugeschickt bekommen und nieee schreiben würden “Die neue Foundation ist absoluter Müll!” Da sehen ich mich auch mit Blogs mehr auf Augehöhe. Da wäre es schade, wenn es bei Bloggern ebenso läuft und sie nur noch die Sachen vorstellen um auch etwas abstauben zu können. Allerdings ist mir das bei Blogs noch nicht so aufgefallen, bei Youtubern finde ich das schon etwas auffälliger ^^

    • kuri says:

      Schließe mich ebenfalls Susannas Meinung an. Es geht mir nicht um Sozialneid und um “Seid wann trägst du so teure Sachen”. Es geht darum, eine kritische Meinung gegenüber Viralmarketing zu entwickeln und erkennen zu können, welcher Blogger authentisch bleibt und wer nicht.
      Bin schon manchmal traurig, wenn ich merke, dass meine Lieblingsblogs nicht mehr so viel posten (was ich natürlich aber auch verstehen kann, niemand zwingt euch dazu) und wenn dann ein Post kommt, dann habe ich die gleichen oder ähnlichen Fotos schon auf 4 anderen Blogs gelesen, weil alle am selben Event teilgenommen haben, und die Pressemitteilung werden mit in den Post kopiert. Da kann man auf deine Frage “Was ändert sich, wenn ich einen Artikel zum Testen ausprobiere?” schon anders beantworten. Ich lese ebenfalls kaum amerikanischen Blogs, weil ich gerade die deutschen Blogs so gerne habe. Individuell, ehrlich und authentisch.

      • kuri says:

        ich muss aber auch direkt sagen: ich finde, dass man fashionpuppe anmerken kann, dass du bestimmte events, artikel oder parfums o.a. sehr sorgsam auswählst. fashionpuppe ist und bleibt mein lieblingsblog!

  • sabrina says:

    Das Problem ist glaub ich, dass viele Blogger damit einfach falsch umgehen indem sie das ausnutzen. Eigentlich müssten die Unternehmen sich mehr Zeit nehmen herauszufinden, wer nur auf die Goodies aus ist und wer wirklich redaktionelle Arbeit hineinsteckt. Allgemein herrscht in Deutschland leider (!!!) aber immernoch die Mentalität dass einem nix gegönnt wird. Vom Erfolg einiger Blogger bis hin zu den Goodies. Echt traurig….

  • Stella says:

    Das ist doch der reine neid der primarkshopper.

  • eva says:

    ein guter und wichtiger beitrag.
    ich finde schon dass die leser mit zum erfolg eines blogs beitragen und deshalb eine gewisse fairness und transparenz verdienen, dennoch gibt es grenzen. du verdienst dein geld wie fast jeder, ob es viel oder wenig ist spielt keine rolle. ob du lange oder garnicht auf ein teures teil sparen musst auch nicht. viele werden sich fragen “wie kann sie sich das alles leisten?!” es ihr ihr geld und ihre sache!!! du trägst was dir gefällt und bleibst dir (hoffentlich!) dabei treu und das ist es was zählt.
    neider sind immer dabei aber ganz ehrlich:
    leute, die frau arbeitet hart an ihrem traum und von nix kommt nix. niemand ist gezwungen auf seinem arsch zu sitzen und zu nörgeln und damit die eigene unzufriedenheit zu übermalen.
    anna, du bist toll so wie du bist und eine der wenigen glaubwürdigen blogger.

  • Barbara says:

    Ich glaube viele Leser sind einfach neidisch. Jeder hätte gerne viele tolle Klamotten, aber nicht jeder kann sie sich leisten. Wenn man dann sieht, dass Blogger Kleidung “einfach” (natürlich nicht einfach nur so) geschenkt bekommen, ist man neidisch und wünscht sich auch mal ein großes Paket mit gratis Designerkleidung geliefert zu bekommen 🙂

  • Tina says:

    Ich habe das Gefühl in Deutschland gönnen sich die Menschen untereinander einfach die Butter auf dem Brot nicht.
    Da ist viel Neid im Spiel, gerade unter Frauen.
    Für viele Frauen ist der Job als (erfolgreicher) Blogger sicher sehr beneidenswert. Und wenn man dann auch noch was geschenkt bekommt? OMG da hört es dann echt auf. Da wird dann mit Steinen geworfen.
    Das finde ich irgendwie schade.
    Es wird ja auch keiner dazu gezwungen einen Blog zu lesen. Das Angebot an Blogs ist rieeeesig, also wenn einem etwas nicht gefällt, dann kann man auch einfach aufhören den Blog zu lesen und sich einen anderen suchen.
    Jeder entwickelt sich eben weiter und wenns einem nicht gefällt, so what? Muss man sich doch nicht drüber aufregen, geht man halt woanders hin.

  • Monika says:

    Mittlerweile ist es so, dass viele nach Transparenz schreien und wenn das geschieht, ist es auch nicht Recht. Eine Angabe reicht. Wieso man gesponsorte Artikel annimmt, darüber schreibt, sie testet – mittlerweile uninteressant, da es ein Teil des Social Media ist. Das Gleiche gilt für bezahlte Artikel. Ich denke, das Thema ist ausgelutscht. Es gehört dazu, und wird wohl ab jetzt immer einen Bestandteil ausmachen.

  • michischaaf says:

    Nun ja, der Unterschied ist, wie Du schon schreibst – die Magazine werden tlw dafür bezahlt, dass die dies oder jenes abbilden und / oder darüber schreiben und wie sie darüber schreiben. Ein Blog ist ein freies meinungsbildendes Medium, man unterliegt niemanden und man bekommt keine Meinung diktiert, die man dann abbilden muss. Sobald man damit anfängt, ist der Blog wertlos für die Leser, denn aufgeschwatzte, unechte Meinungen kann ich mir in jedem Magazin holen. Solange man authentisch und ehrlich bleibt, sehe ich absolut kein Problem bei gesponserten Sachen.

  • Resi says:

    Ich liebe den Titel 😀 “…und meine 50 Cent zu dem Thema”

  • schön geschrieben 😉 Stimme dir vollkommen zu & es ist ja auch wurscht wer hier was bezahlt hat oder ob du es geschenkt bekommen hast. outfit ist outfit! sponsored by mama&papa wird ja schließlich auch nicht gekennzeichnet. 😉

    liebst, ally

  • Jana says:

    Ich finde deinen Kommentar super und kann mich deiner Meinung nur anschließen. Beim Lesen von Magazinen bin ich mir auch bewusst, dass die Redaktionen viele Produkte kostenlos zugeschickt bekommen und diese präsentieren. Dasselbe gilt für Blogger und ist vollkommen in Ordnung. Ich lese gern Blogger-Meinungen zu neuen Produkten, insofern sie mir ehrlich erscheinen (und nicht in wirklich jedem sponsored-Post steht, wie toll und super das alles ist).
    Vielleicht schwingt bei vielen auch Neid mit, dass sie nichts erhalten.

  • Guter Beitrag zu einem schwierigen Thema…

    Ich als Anwalt, der regelmässig mit solchen Fragen zu tun hat, kann die unterschiedlichen Positionen durchaus verstehen. Es ist aus rechtlicher Sicht aber nun mal so, dass unser Gesetzgeber eine Wertung getroffen hat, die normale, journalistische Berichterstattung von werblicher Kommunikation abgrenzen kann. Und es ist nicht gnz fernliegend, dass einige Blogger (sicher nicht alle) eben nicht mehr neutral berichten, wenn sie wirtschaftliche Vorteile durch eine positive Berichterstattung erwarten oder bereits bekommen haben.

    Es geht schlussendlich um TRansparenz. Der Leser soll erkennen können, ob es sich um unbefangene Berichterstattung handelt oder ob der Blogger in einem (wie auch immer gearteten Verhältnis) zu dem Anbieter der Ware steht, über die berichtet wird.

    Es ist im übrigen nicht so, dass das in den USA niemand interessiert. Da einige Blogger zwischenzeitlich eine sehr grosse Reichweite und Relevanz aufgebaut haben, hat man in den USA dafür sogar ein eigenes Gesetz geschaffen. Blogger müssen in einem Disclaimer genau die notwendige TRansparenz herstellen (siehe dazu auch meinen Artikel „Gekaufte Nutzermeinungen in Social Media – Rechtliche Grenzen in Deutschland und den USA” unter http://www.rechtzweinull.de/archives/167-Gekaufte-Nutzermeinungen-in-Social-Media-Rechtliche-Grenzen-in-Deutschland-und-den-USA.html

    Dort kann man lesen, dass es in den USA eigentlich noch viel strenger zugeht, als bei uns…

    Auch wenn man die Notwendigkeit solcher Disclaimer durchaus diskutieren kann, dürfte gegen die entsprechende Transparenz eigentlich nichts sprechen..

  • Hanna says:

    Du bringst es auf den Punkt!
    Super!

  • Marie says:

    Liebe Anna,
    danke für Deinen Artikel. Ich selbst bin keine Bloggerin (bzw. doch, aber nur passwortgeschützt), aber ich lese einen ganzen Haufen Blogs und das teilweise seit Jahren. Diese Veränderung ist mir auch aufgefallen und ich finde sie anstregend, ne, eigentlich nur noch nervtötend.
    Ich sehe das so: Gesponsorte Sachen auf Blogs sind hilfreich und unbedingt nötig. Meine Quellen um Meinungen einzuholen sind schon lange keine Zeitschriften mehr, sondern die vielen Blogs da draußen. Ich bin auch nicht neidisch auf den ganzen Kram, den manche Blogger bekommen. Im Grunde muss es für mich nicht einmal drunter stehen, ob und wann und wie bedingungslos mancher den Kram erhalten hat. Aber es stört mich, dass dies immer wieder Thema ist. Und es gibt auch Blogs, die ich nicht mehr lese, weil sie nur noch aus Pressemitteilungen, Hauls und Gratisprodukten bestehen. Ich musste nicken, als ich gelesen habe, dass Du nur Dinge annimmst, die zu Dir passt bzw. zu Deinen Lesern – deswegen lese ich Deine Artikel seit Jahren.
    Das Problem ist, dass im Internet jeder eine Meinung hat und diese scheinbar auch ungefragt und ungefiltert in den Raum schmeißen muss. Und das gilt auch für eine handvoll Blogger, die (so wirkt es aus meiner Sicht) jegliches Gratisprodukt auf den Blog stellen “müssen”. Wegen mir gerne, aber mir vergeht da die Lust am Lesen, ich sehe keinen Stil, aber dann drücke ich das rote X und fott is´ der Artikel. Ich finde es schade, dass viele Leser aber auch viele Blogger nicht in der Lage sind, zu differenzieren – wenn ich mich an etwas störe, dann lasse ich es. Ende aus.

  • Meliha says:

    Super Beitrag!
    Ich bin ganz deiner Meinung, nur könnte ich das nicht Do gut in Worte fassen, wie du es getan hast!

    Grüße

    Meliha

  • Jess says:

    Jeder sollte sich selbst treu bleiben. Nur ein authentischer Blog, kann ein guter Blog sein.
    Danke Anna! Es ist somit alles gesagt. 😉 Ein Prosit auf dich!

    Jess

    http://www.thestylebakery.com

  • Tina says:

    Was ich noch loswerden wollte dazu:
    Ich find es echt OK wenn man Kooperationen angeboten bekommt und die auch annimmt, darüber bloggt wenn es zu einem passt…
    Was mich echt tierisch nervt, ist wenn Blogger um Kooperationen betteln.ich hab einen Dawanda Shop mit selbstgemachtem Schmuck und da schreiben mich Blogger an und fragen ob ich denen nicht mal nen Paket zukommen lassen möchte mit Schmuck (kostenlos versteht sich) und sie würden dann darüber bloggen… Das find ich unverschämt und nervig!!!

    • Hey,

      das verstehe ich aber nicht. Es ist ja schon so, dass Blogger eine gewisse meinungsmachende Rolle spielen, weil sie einfach wie schon oft erwähnt authentisch sind und ehrlich über etwas berichten (sollten). Und wenn einem Blogger dein Schmuck wirklich gefällt und er will auch darüber schreiben, dann bringt ihm das etwas weil er guten Content hat für seinen Blog und zwar etwas das ihm selbst wirklich gefällt (das ist ganz wichtig!) und für dich bedeutet es, er bringt deinen Schmuck ein bisschen unter mehr Leute, eine kleine, ehrliche PR ist doch nicht schlecht oder?

      Liebe Grüße,
      Lisa

  • Fraulein Hanna says:

    Chapeau für deine kritische Reflexion und dein Resümee die “gesponserten” Stücke zu kennzeichen 🙂
    LG aus Aachen

  • Lucy says:

    ich glaube das Problem liegt, wie bereits erwähnt wurde, an bloggern die nicht richtig damit umgehen können.
    es gibt tatsächlich welche, die “nicht wissen wohin mit dem ganzen gratis zeug” und es bestenfalls dann weiter VERKAUFEN (!!) und somit profit aus gratisprodukten schlagen. finde das unmöglich. und solchen leuten gönne ich keinen einzigen schlüpper den sie gesponsort kriegen würden…

  • frohsinn says:

    Es tut mir leid, aber ich finde es höchst verwerflich, wenn Blogger ihre gesponsorten Sachen nicht kennzeichnen und habe ALLE auch von mir gern gelesenen Blogs dieser Art deshalb aus meiner Blogroll gelöscht. Denn ich unterstütze mangelnde Lesertransparenz nicht. Und darum geht es nämlich. Transparenz. Dann kann ein Leser entscheiden, glaube er mir oder nicht. Und das finde ich wichtig, diese Entscheidung möchte ich dem Leser lassen!

    Und ich weiß, wie sehr es andere ärgert, ich stehe da nicht alleine mit meiner Meinung. Das von dir genannte “c/o“ war mir nicht bekannt, hätte mir also im Bezug auf Transparenz ohne vorheriges googeln nichts gebracht.

    Ein “dieses Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt” ist ehrlich und weißt direkt darauf hin was Sache ist. Und bei einer Review kann man das durchaus posten.

    Das ganze Bloggen ist doch oftmals nur noch eine Sache von wer staubt am meisten ab, wer hoppt auf die meisten Events. Finde ich schade um das, was das Bloggen mal ausgemacht hat.

    Das Persönliche geht immer mehr flöten 🙁

  • Gutes und wichtiges thema. absolut. Ich finde das auch zwiespältig. Einerseits nerven mich die scheinbar korrekt gekennzeichneten Blog-Berichte über Produkte… hei, wie beim Finanzamt schaut das aus. Andererseits … diese Blogs, wo nur noch von coolen Events von H&M und Co. berichtet wird und immer dieselben Pressefotos reingestellt werden. Gäähn. Das törnt total ab. Oder diese Blogs wo es nur noch um Gratis-Produkte geht, die beschrieben werden. Uff.
    Es ist ein schmaler Grad und wichtig ist wirklich, das es authentisch bleibt. Anna kriegt das finde ich gut hin. Chapeau! Lese immer wieder gerne bei Fashionpuppe

  • Mel van Rolt says:

    Ich sehe das so: Wenn ich ein Magazin aufschlage, weiß ich “Okay, dieses komplette Magazin ist nichts anderes als Werbung, nichts davon wurde extra gekauft”. Bei Bloggern finde ich, ist es eine gute Sache, dass gesponserte Posts auch gekennzeichnet werden müssen, denn ich lese Blogs, weil mich die Menschen dahinter interessieren. Ich will wissen wie die besagte Person so tickt. Wenn besagter Blogger sich aber in jeglicher Lebenslage ausstatten lässt, weiß ich ja nicht wie die Person eigentlich so drauf ist. Trägt sie die Schuhe privat oder nur, weil es die Kooperation verlangt? Wenn ich also merke, dass ein Blogger oder ein Blog nur aus Werbung besteht ist er sofort uninteressant für mich. Egal ob es sich um deutsche oder internationale Blogger handelt. Ich habe natürlich nichts gegen Blogger, die zig Kooperationen eingehen. Jeder wie er mag. Mich als Leser verliert man dann aber, weil es nicht mehr “echt” ist. Wenn ich Werbung will, kauf ich ein Magazin.

  • Alex says:

    “Macht es einen Unterschied, ob die Beautybloggerin das Makeup, was sie für das Styling nutzte, um Lesern zu zeigen, welche tollen Looks man damit schminken kann, selbst kaufte oder gratis zur Verfügung bekam?”

    hierbei schon.definitiv!
    was bringt es mir, wenn ich von der bloggerin xy über das gesponsorte produkt abc lese wie großartig es ist und dass es zu ihrem liebsten gehört, obwohl sie es privat nicht mal mit dem finger anfasst, weils eigentlich gräßlich ist? sondern hat sie es nur so geschrieben, weil die pr-firma das von ihr “verlangt” hat (ob sie es tatsächlich hat oder nicht, werden wir – leser – niemals erfahren).
    bei fashionbloggern ist das nicht so schlimm, finde ich, als bei beautybloggern

  • Lapina says:

    Super Artikel! Hauptsache du bleibst dir und deiner Meinung/Stil treu!

  • Irina says:

    Grundsätzlich stimme ich Dir voll und ganz zu. Blogger haben dasselbe Recht mit Ihrer Arbeit Geld oder Vergütungen in Form von Goodies zu bekommen wie jeder andere Beruf auch. Natürlich kommt es aber trotzdem auch immer auf die Integrität des einzelnen Bloggers an. Manche fühlen sich in der Verantwortung ihrer Leserschaft gegenüber und manche weniger.

    Das Ding an Blogs ist ja, dass diesen ja oft noch das Amateurhafte und Unabhängige anhaftet, deswegen sind sie ja teils so viel populärer als irgendwelche gekünstelten Modemagazinwebseiten.

    Du solltest in Deiner Argumentation aber nicht vergessen, dass nicht jeder Blogger hauptberuflich bloggt. Für viele ist es ja nur ein Hobby und somit sind sie natürlich happy, wenn man sie mal was zugeschickt bekommen. Vielleicht fühlen sich auch einige ein wenig verpflichtet über etwas zu schreiben, wenn es ihnen gratis zugesendet wird, aus falscher Höflichkeit z.B.. Ist vielleicht auch ein Lernprozess zu bestimmten Dingen “Nein, danke” sagen zu können und nicht alles mitzunehmen was geht, nur weil es umsonst ist.

    Ich finde es nicht verkehrt, wenn Leser auch mal danach fragen, was von den Sachen selbst bezahlt worden ist. Wenn sie das Gefühl haben hinters Licht geführt zu werden, dann stimmt halt was am Blogger-Leser-Verhältnis nicht. Einen allgemeinen Disclaimer auf dem Blog zu haben sowie ein Kürzel oder ein Nebensatz im Posting reicht meiner Meinung nach vollkommen aus für gesponserte Sachen. Bei bezahlten Postings finde ich das schon problematischer, das mag ich persönlich selbst nicht so gerne sehen. Weder aus Bloggersicht noch aus Lesersicht.

    Letztendlich muss aber jeder Blogger das mit seinem eigenen Gewissen ausmachen wie ehrlich und aufrichtig er/sie gegenüber seinen Lesern ist. Und als Leser sollte man natürlich auch ehrlich genug mit sich sein und bei sich horchen ob da nicht tatsächlich ein wenig Neid aufflammt, wenn man sieht, dass Leute quasi “einfach so” kostenlos Dinge zugeschickt bekommen für die man selbst viel Geld bezahlen müsste, weil man nicht denselben “VIP”-Status hat. Wir sind ja alle nur Menschen! 😉

    Liebe Grüße,
    Irina

  • Marie says:

    Ganz kurz zu denjenigen, die oben meinten, dass Amerika-Argument ziehe bei ihnen nicht: Es ist ja nicht nur Amerika. Chiara (um Annas Beispiel nochmal aufzugreifen) ist meines Wissens nach Italienerin und auch Skandinavien ist Deutschland bekannterweise im Bezug auf die Blogosphäre um einiges voraus, um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Ich habe eher das Gefühl, es seien “alle nur nicht Deutschland”.

    Das Paradoxe ist doch, dass ein Großteil der Leser einerseits möglichst regelmäßig neue Shoppingausbeuten und Outfits sehen möchte (und dann auch bitte nicht nur Primarkzeug), andererseits sollen diese aber gefälligst weder von Papa, noch von Firmen gesponsert werden. Ich blogge nicht nur, sondern bin auch seit Jahren Leser etlicher Blogs und mir ist es vollkommen Schnuppe, welches Teil in welchem Outfit von welcher Firma gesponsert wurde. Ob das neue Shirt nun selbst bezahlt wurde oder nicht. Solange der Blogger ehrlich ist und anmerkt, wenn die Qualität Mist ist oder der Versand zehn Wochen dauerte, sehe ich da absolut kein Problem, im Gegenteil – ich freue mich, noch öfters neue Teile, womöglich neue Shops kennenzulernen, auf die ich ansonsten vielleicht nicht aufmerksam geworden wäre.

    Natürlich gibt es Blogger, die jedes Angebot annehmen und sich allen möglichen Kram zuschicken lassen, den sie zwar normalerweise niemals tragen würden, ihn aber trotzdem als super toll anpreisen. Doch ich mag behaupten, dass man das, wenn man den Blog aufmerksam verfolgt, ziemlich schnell bemerkt. Außerdem kann ich als Leser immer noch selbst entscheiden, ob ich das jeweilige Teil tatsächlich nachkaufen möchte oder nicht und mich bestenfalls vorher im Laden nochmal selbst von der Qualität überzeugen.

    Also, in dem Moment, in dem ich auf meinem Blog irgendeinen totalen Mist oder etwas mit miserabler Qualität als besonders toll und lohnenswert anpreise, bloß, weil es gesponsert ist oder ich dafür bezahlt werde, oder sobald ich beginne, ständig Werbung für Dinge zu machen, die gar nicht zur eigentlichen Thematik meines Blogs oder zu mir passen, darf jeder mit Kritik um sich werfen. Aber bis dahin kann ich keine wirkliche Problematik erkennen.

    Danke sehr für diesen Artikel!

  • wo ist hier der Like-Button? ^^

  • Ben says:

    Ich bin ein großer Fan deines Blogs und finde den Artikel gelungen, aber du unterschlägst meiner Meinung nach bei dem Thema trotzdem einige Fakten:

    1. Zu erst ist ein Blog kein Magazin und das ist auch gut so. Ein Blog lebt davon, dass er persönlich ist und Leser mit dem Autor interagieren können. Man kann zwar auch einen Leserbrief an ein Magazin schicken, aber ob der dann wirklich beantwortet wird, ist eine andere Frage. – Und so finde ich es durchaus wichtig, auch den Lesern die Frage zu gestatten, “ob man dieses oder jenes Teil denn selbst gekauft hat”. Man muss ihm/ihr dabei ja nicht immer negative Absichten unterstellen, es kann ja auch nur aus bloßer Interesse gefragt worden sein.

    2. Muss man sich als Blogger auch die Frage gefallen lassen “Hätte ich das heute als >Outfit of the Day< an, wenn ich es nicht zugesandt bekommen hätte?!" – Die Frage sollte man sich auch selbst stellen. Und ich finde nichts verwerfliches an solchen Fragen.

    Aber ich muss auch sagen, dass ich die Diskussion irgendwie überflüssig finde. Wir sprechen über dieses Thema, weil es überall da draussen "Hater" und Neider gibt, die nicht zu schätzen wissen, dass ein Blog "kostenfrei" informiert und inspiriert. Aber: Haters gonna hate! Diesen Typ Mensch wird es immer geben… Sollten wir nicht einfach über all dem stehen?

  • Tini says:

    Ich glaube die Leser wünschen sich einfach, dass blogs real sind, echte Meinungen zu den Produkten abliefern und von Mädchen sind, mit denen sie sich identifizieren können. und da ist es dann naklar manchmal (grad auf US Blogs) schon blöd wenn das Mädel mit dem man eigentlich viel gemeinsam hat, zeigt wie man die Chanel Bag stylt oder sowas, Dinge die man a. auch in ner Zeitschrift lesen kann und b. sich die meisten Mädels einfach nicht leisten können und dann werden sie ein bisschen neidisch. So denk ich mir das aber ehrlich gesagt weiss ich das auch nicht so richtig, weil das für mich ein Thema ist wo keiner recht und keiner unrecht hat, Streit also unnötig is, wer blogs nich mag soll sie nich lesen 🙂

    • Irina says:

      Tini, für mich ist ein Blog in erster Linie ein Ausdrucksmittel des Bloggers selber. Irgendeine inhaltliche Verpflichtung würde ich mir da verbitten. Klar ist es schön, wenn sich die Leser mit dem Blogger identifizieren können, weil er/sie dasselbe mag und bei den selben Läden einkauft, aber genauso finde ich es schön, wenn es Blogger gibt, die ein großes Budget haben und sich die schönsten Dinge kaufen können und diese dann in Outfits zeigen. Das ist halt auch eine Form von Ästhetik, die mir sonst vielleicht verborgen geblieben wäre. Das muss man auch mal neidlos anerkennen, finde ich. Ganz ohne Missgunst oder dem Vorwurf, dass der Blogger oder die Bloggerin total oberflächlich ist. Solange ihr Leben nicht nur aus Klamotten, Taschen und Schuhen besteht, finde ich auch die sogenannten “Luxusblogger” vollkommen legitim. Bei der Vielfalt an Blogs findet sowieso jeder seine Nische. Und wenn’s das Bloggerverhalten einem doch auf den Keks gehen sollte, ist die Lösung erdenklich einfach: einfach auf deabonnieren klicken und gut ist.

  • christina says:

    süß wie immer alle mit dem neidargument kommen. noch besser ist das argument “in amerika ist das aber auch so…”, klingt nach einem trotzigen kind, dem etwas verboten wurde und damit argumentiert, dass es die anderen auch dürfen. ich habe als ich angefangen habe blogs zu lesen, sehr geschätzt, dass ich keiner werbung ausgesetzt war und habe aufgehört zeitschriften zu kaufen, weil diese für mich zu viel werbung enthielten. ob nun gekennzeichnet oder nicht, ich mag bezahlte reviews, previews oder sonstiges nicht. dennoch finde ich die kennzeichnung wichtig! ich möchte wissen was ich “ernst” nehmen kann. leider gibt es kaum noch blogs, die nicht werbung machen, das finde ich schade.

    • Irina says:

      Wenn du so sehr auf werbefreien Blogcontent stehst, liebe Christina, wärst Du denn dann im Gegenzug auch bereit dafür zu zahlen? Das glaube ich nicht, denn das Internet hat ja gefälligst kostenlos zu sein. Deswegen kommen auch die Onlineauftritte von Zeitungen mit Paid Content, also Artikeln für die man bezahlt, auch auf keinen grünen Zweig. Das wollen die User nämlich nicht, das Gratiskonzept hat sich im Netz viel zu weit verbreitet, deswegen müssen die Seitenbetreiber zusehen wie sich mit anderen Finanzierungskonzepten über Wasser halten. Ist immer interessant zu sehen wie manche immer nur fordern ohne mal darüber nachzudenken, welche Massen an Gratisinhalten sie sich da reinziehen und wie viel Zeit und Mühe dahintersteckt. Wehe einer will für seine Zeit, Arbeit und Kreativität entlohnt werden, das wäre doch skandalös!!! :-O

      • christina says:

        liebe irina, wieso sollte ich jemanden geld bezahlen, der seinen blog als hobby betreibt?! dieser jemand betreibt seinen blog im besten fall für sich selbst und nicht um lesern ständig was neues präsentieren zu “müssen”. es möchte auch nicht jeder mit seinem blog geld verdienen, denn diese ansicht, mit dem bloggen geld verdienen zu wollen, ist meiner meinung nach zu weit verbreitet! und versteh mich nicht falsch, aber hinter deinem blog steckt nicht sonderlich viel zeit, mühe oder kreativität! die ersten paar seiten zeigen nicht mehr als instagram, outfits und outfitcollagen. wieso sollte dir nun jemand dafür geld bezahlen?! willst du auch geld wenn leute auf deinen facebook account klicken und sich den anschauen?! diejenige, die fordert, bist doch letztendlich du…

  • Ela says:

    Super Statement zum Thema! 🙂

  • anne says:

    verstehe ich das jetzt richtig, dass hier blogs mit Magazinen gleichgesetzt werden?! das kann man doch nich wirklich miteinander verleichen… oder?

  • Irgendjemand says:

    Unglaublich naiver Artikel. Passt wohl zu einem Modeblog, mit Journalismus hat das nichts zu tun.

  • Thomas B says:

    Das Problem ist, dass du nicht verstanden hast, was journalistische Standards sind. Mag dir vielleicht auch egal sein, aber mal ein Beispiel aus einem anderen Bereich der Gesellschaft: Das, was gemeinhin Korruption genannt wird, ist nicht das, was passiert, wenn ein Geldkoffer oder andere kleine oder große Geschenke den Besitzer wechseln, sondern nur und ausschliesslich *der Anschein der Vorteilsnahme*. Du kannst natürlich einfach machen was du willst, aber das Fehlen des Standards grenzt dich und deine Publikation klar von journalistischen Publikationen ab. Bei denen gibt es etwas, was im Jargon “Brandmauer” genannt wird, um auch nur einen winzigsten Anschein des Verwischens zwischen Meinung und Werbung effektiv zu verhindern (und bei den ernstzunehmenden Publikationen funktioniert das auch).

    • DAS würde mich jetzt interessieren? Was sind denn “journalistische Standards”, wie du die Bezeichnung gerne gebrauchst? 😉 Du weißt schon, dass die Forschung dahingehend (überhaupt im deutschsprachigen Raum) noch lange keine (und wird wahrscheinlich auch niemals richtig) befriedigenden Erkenntnisse darüber hat WAS Qualität im Journalismus eigentlich ist. Abgesehen davon, hängt es von etlichen Faktoren ab, was journalistische Standards meinen. Und ein Blog ist sehr wohl eine meinungsbetonte Art von Journalismus. Dass, wenn es um Sachen geht, die jeder durch Kauf konsumieren kann, die Grenzen zur PR hin verschwimmen, liegt in der Natur eines Modeblogs selbst. Du wirfst da ein bisschen sehr großzügig mit Begriffen um dich, die nicht einmal in der Kommunikationsforschung klar definiert werden konnten und von denen du anscheinend nichts verstehst.

  • P4nd0ra says:

    Es besteht gerade bei Reviews ein ganz großer Unterschied zwischen einem geschenkten und einem selbst gebrauchten Produkt. Ich unterstelle, dass ein Gratis-Produkt, gerade wenn es um so etwas subjektives und gefühlsabhängiges wie Makeup geht, WESENTLICH positiver bewertet wir – die Kosten war schließlich bei NULL also ist auch ein Nutzen von 1 eine ganze Menge (mal so in BWL-Übungs-Blabla ausgedrückt). Habe ich mir das teure Zeug allerdings von meinen eigenen hart erarbeiteten Moneten kaufen müssen, muss mir das Produkt erst einmal beweisen, dass es diese Ausgabe gewesen ist (bei Kosten 1 und Nutzen 1 w#re man noch zufrieden, bei Kosten 2 und Nutzen 1 aber schon nicht mehr).
    Was andere Blogger angeht – Chiara Ferragni wird aus dem gleichen Grund gelesen wie Modestrecken : sie ist eine große, sehr dünne Blondine aus reichem Hause (mit noch reicherem Lebenspartner). Die macht kein Mittelschichtgeschleime sondern ganz klar aspirativen Content (aka “kann ich mir nicht leisten, guck ich mir aber gerne an”). Ähnliches gilt für Jane Aldridge von Sea of Shoes (die übrigens ihre Kommentare ausgeschaltet hat, weil sie die Kritik zu sehr nervte). In britischen Beautyblogs gab/gibt es übrigens sehr wohl eine sehr hitzige Diskussion über ethische Standards und Sponsored Posts, gerade weil dort viele (freie) Mode- und Beautyjournalisten auch Blogs betreiben uns sich u.a. darüber ärgern, dass viele Blogger die Gratisprodukte anschließend bei Ebay oder über Blogsales verscherbeln. Vlogger Gossmakeupartist steht deshalb immer wieder in der Kritk und macht gefühlt alle paar Wochen das gleiche Video darüber, dass auf seinem Channel nur seine echte Meinung präsentiert wird. Auf der anderen Seite ist das Gras also gar nicht grüner.

  • lelith says:

    für mich geht es dabei um authentizität. wenn ich eine zeitschrift lese, weiss ich, das die gesponsorte produkte haben und geld dafür bekommen wenn sie über etwas berichten. solche artikel schau ich mir an und wenn ich dann ein produkt toll finde, suche ich nach einer ehrlichen und authentischen meinung dazu. blogs sind für mich sowas wie freunde die ich fragen kann. wenn meine beste freundin mir von einem bestimmten mascara vorschwärmt dann bin ich eher bereit ihn zu kaufen als wenn es in einer zeitschrift (50% authentisch) oder gar in einer werbeanzeige (die sind für mich 0% authentisch) steht.

    einen blogger kenne ich aber nicht persönlich. ich weiss nicht ob er eher bereit ist wohlwollend über ein produkt zu berichten wenn er nichts dafür bezahlen muss. ich weiss nicht was der wirkliche stil oder meinung dieses bloggers ist. wenn ich lese “das hat er sich selber gekauft weil er es wirklich toll findet” dann glaube ich dem mehr. wenn jetzt aber jemand über irgendein sehr teures produkt berichtet, dass er gesponsort bekommen hat, frage ich mich natürlich ob es sein geld wirklich wert ist. wenn ich mein eigenes hart verdientes geld für etwas ausgebe und das produkt erfüllt dann nicht alle meine erwartungen bin ich natürlich enttäuscht. aber jemand der nicht sein eigenes geld dafür ausgegeben hat sieht dnan über soetwas hinweg.

  • Julie says:

    Komisch ist es nur, wenn du dich selbst als Journalistin bezeichnest. Die (zumindest wenn sie gut sind) legen nämlich großen Wert darauf, alles selbst zu kaufen und keine Geschenke anzunehmen. Auch in den USA. Weil man einfach beeinflusst ist, sobald man etwas bekommt und weil es eben nie umsonst ist.

  • elv says:

    Gruselig finde ich jedoch, wenn mich “neue” Netzwerke anschreiben, die Sponsored Posts unter die Blogger bringen wollen und als Mittler damit Geld (30%) bekommen wollen und den Bloggern und Werbern sagen, dass es keine Kennzeichnung geben soll. Attraktiv für die Werbetreibenden, denn diese wollen günstig Links bekommen und haben mit der Kennzeichnung ein Problem, weil sie nur das SEO interessiert und Kennzeichnungen zu Abstrafungen führen können.

  • Sassie says:

    Das Problem ist das Verbot der sogenannten SChleichwerbung, das in Deutschland nun mal existiert, owbohl es in anderen Ländern gut und gern und offiziell genutzt wird, so auch in Musikvideos, wo Stars gern auf aktuellen Handys rumtippseln (und die Bildschirme in Deutschland immer ganz peinlich zensiert werden, dass ja keiner auch nur an der Form erkennt, dass es doch das neue iPhone ist^^). Das ist meiner Meinung nach sehr rückschrittlich, denn gerade in Branchen wie der Mode oder Kosmetikindustrie, auch im Musikjournalismus (da wo ich tätig bin), ist es gang und gäbe, wird aber immer wieder heiß diskutiert. Klar werde ich auch von Bands zu Konzerten eingeladen, eben dass ich darüber berichte, und das nächste mal eben mehr Besucher kommen. So ist es auch mit einem Kleidungsstück, oder Schminke. Und ein bisschen Exklusivität mit Vorabmaterial ist doch immer auch… schön, auch wenn die Musik oder das Produkt eben doch nicht so ganz dem eigenen Geschmack zusagt. Ich habe es satt, mich immer rechtfertigen zu müssen, was Sponsoring betrifft. Das ist bei den meisten nichts als Neid, und dazu noch das blöde deutsche Gesetz, was man teilweise aus Bequemlichkeit nicht ändert, andererseits um keine Aufmerksamkeit auf Dinge zu ziehen, die leider schon seit der Nazizeit Bestand haben…

    Sehr schöner Artikel. Man kann doch Geld mit dem verdienen, mit dem man Spaß hat. Man sollte sich für wirklich nichts rechtfertigen müssen.

  • Paula says:

    “Macht es einen Unterschied, ob die Beautybloggerin das Makeup, was sie für das Styling nutzte, um Lesern zu zeigen, welche tollen Looks man damit schminken kann, selbst kaufte oder gratis zur Verfügung bekam? ”

    Du checkst den Unterschied anscheinend wirklich nicht.
    Der Unterschied liegt darin, dass du dich beim Kauf für eine Sache entscheidest, vermutlich weil du das Produkt gut findest.

    Beim “sponsored Product” hingegen hast du es, weil es dir zugesteckt wurde. Du hast dich nicht dafür entschieden. Es hat sich halt ergeben. Wenn du nun so ein Produkt, das du nicht gekauft hast, beschreibst wie ein gekauftes, können Leser annehmen, dass du es beschreibst, weil du es gekauft = dich dafür entschieden hast.
    Da der Blog ein persönliches Medium ist, nimmt der Leser an, dass der Blogger dem einen Produkt vor anderen Produkten den Vorzug gegeben hat, indem er es ausgewählt und gekauft hat.

    Das ist ein gewaltiger Unterschied.

    Es geht überhaupt nicht darum, ob du damit Geld machst oder nicht. Es geht darum, warum manche Dinge Eingang in einen Blog finden und andere nicht.
    Wenn du den jetzt noch immer nicht checkst …

  • Santa_M. says:

    Dieser Artikel ist zwar etwas “älter”, allerdings juckte es mich in den Fingern, etwas dazu zu schreiben.
    Anna hat es, meiner Meinung nach, absolut nicht nötig, sich von Firmen beschenken zu lassen und ihnen als Gegenleistung eine positive Review zu schreiben. So wie ich das sehe (und das ist in keinem Sinne negativ gemeint) sind Anna und ihr Freund nicht gerade arm und ich bin mir sicher, dass sie hart dafür arbeiten. Warum sollte sie also ein Produkt loben, dass vielleicht 100€ gekostet hat ihr aber absolut nicht zugesagt hat? Was hat sie davon? Dass sie Firma ihr weiter schei* Produkte zuschickt?
    Ich kann zwar verstehen, dass es Bloggerinnen gibt, die sich kaufen lassen.. aber dass sich gerade Anna, die meiner Meinung nach zu den authentischsten gehört, den Schwachsinn, den manche hier von sich geben, durchlesen muss, regt mich irgendwie auf. Wie manche schon geschrieben haben : Die Deutschen sind Neider. Punkt.

    Übrigens, es interessiert in den USA niemanden, ob der Blogger von nebenan wiedermal Hellbounds von Jeffrey Campbell geschenkt bekommen hat, die gern über $200 kosten.

  • Mac says:

    Bin gerade erst über diesen Artikel gestolpert und stimme dem zu was du schreibts. Besonders auch der Vergleich internationale vs. deutsche Blogger.

    Mich ärgern hierzulande eigentlich nur diese 1-5 Euro Blogger, die für eine Tütensuppe oder eine Flasche Shampoo einen Riesenartikel verfassen und das Produkt und die Firma in den Himmel loben. Die verkaufen sich meiner Meinung nach weit unter Wert.

  • Hallo,
    Vielen Dank für den interessanten Post. Ich bin erst seit kurzem in der Bloggerwelt und orientiere mich noch was das Thema Geld verdienen angeht. Bin noch ganz am Anfang. Kannst du denn was empfehlen? Oder auch von manchen Anbietern oder Dingen abraten?
    Würde mich über eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße Bettina